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TribuswinkelTribuswinkel liegt zwischen Traiskirchen Stadt, Wienersdorf und Pfaffstätten im südwestlichen Teil der Stadt. VerkehrTribuswinkel liegt an der B210 im Süden und der B212 im Norden. Im Bereich der Schafflerhofsiedlung befindet sich direkt an der B210 die Autobahnanschlussstelle Baden. Die Geschichte von TribuswinkelDer Name Tribuswinkel dürfte aus "Trewans Winkelle", der Kombination aus dem slawischen Personennamen "Trewan" oder "Trewin" mit "Winkelle" als alte Bezeichnung für einen Weinkeller entstanden sein. Auf Grund der Aussprache wurde mit der Zeit ein einziges Wort daraus. Im Laufe der Zeit gab es immer wieder auch andere Interpretationen wie z.B. "trübes Winkel" oder in Ableitung von "winkel", einem "abseits gelegenen Raum", sollte Tribuswinkel auch "Platz, der nach einem Mann mit dem Namen Triban benannt ist" heißen. Die älteste Nennungen Tribuswinkels fällt in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts. "Jubort de Tribanswinchele" wird 1136 in der Gründungsurkunde des Stifts Heiligenkreuz genannt. Eine mögliche noch ältere Nennung Tribuswinkels aus dem Stift Klosterneuburg könnte aus der Zeit zwischen 1130 und 1140 stammen, ist aber leider nicht genau datiert. Zu dieser Zeit war Tribuswinkel im Besitz von Ministerialen der Babenberger, die sich nach dem Ort den sie verwalteten, "von Tribuswinkel" nannten. Schon damals soll es im Bereich des heutigen Schlosses eine Befestigungsanlage gegeben haben. Albero von Tribuswinkel soll um 1180 Marschall und Heinrich von Tribuswinkel Anfang des 13. Jahrhunderts Kämmerer am Hof der Babenberger gewesen sein. 1261 wird bereits eine Mühle am Mühlbach in Tribuswinkel erwähnt. Seit dem Mittelalter gab es mindestens vier Mühlen im Ort, die bis ins 19. Jahrhundert bestanden und deren Gebäude teilweise bis heute stehen. Wolfgang von Winden kaufte 1359 die Herrschaft Tribuswinkel mit der Erbvogtei Wienersdorf. 1365 lies er eine kleine Kirche errichten und gründete 1368 die Pfarre Tribuswinkel. Im Unterschied zu den benachbarten Orten Pfaffstätten, Traiskirchen und Leesdorf hatten die Klöster Heiligenkreuz und Melk auf Tribuswinkel wenig Einfluss. Nahezu der gesamte Ort war im Besitz der Herrschaft von Tribuswinkel. Die Familie besaß Tribuswinkel bis 1516. Nach dem Aussterben der Familie Winden Anfang des 16. Jahrhunderts wechstelte Tribuswinkel in kurzer Zeit wiederholt die Besitzer. Der sich schnell ausbreitende Protestantismus war für Tribuswinkel wichtig. Um 1570 war praktisch der gesamte Ort protestantisch und die protestantische Pfarre wurde zu einer der bedeutendsten in der Umgebung. 1590 erwarb der Wiener Kaufmann Georg Federl die Herrschaft Tribuswinkel und seine Familie unterstützte den Protestantismus im Ort, auch als schon die Gegenreformation voll im gang war. 1640 verließ der letzte protestantische Prediger Tribuswinkel. Seit dem 16. Jahrhundert ist die herrschaftliche Schäferei an der Hörm bei der heutigen Schafflerhofsiedlung nachweisbar. Im "Schafflerhof" wurden bis ins 19. Jahrhundert bis zu 1.000 Schafe gehalten. Nach einer Reihe von schweren Bränden zu denen 1866 das Gemeindegasthaus und 1872 der Sängerhof gehörten, wurde die "Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel" gegründet. 1877 erwarb der Badener Baron Rudolf von Doblhoff das Schloss Tribuswinkel. Der Landes- und Reichsratsabgeordnete wurde in Tribuswinkel Gemeinderat und später Bürgermeister, bis zum Ersten Weltkrieg. Um die Jahrhundertwende vollzog sich in Tribuswinkel auch der Wandel vom reinen Bauerndorf zum Industrieort. 1898 wurde auf den herrschaftlichen Schellacker die Badener Eisfabrik errichtet. Die Firma Scheuble und Hofstätter erbaute 1909 am Wiener Neustädter Kanal eine chemisch-pharmazeutische Fabrik, die während des Ersten Weltkrieges als Marmeladefabrik genutzt wurde. Nach Ende des Krieges entstand auf dem Fabrikgelände eine Reihe von Textilbetrieben. Zwei frühere Mühlgebäude wurden zu einer Fackel- und einer Schokoladefabrik umgebaut. Die Entstehung zahlreicher Klein- und Mittelbetriebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewirkte einen raschen Bevölkerungsanstieg. Die Weltwirtschaftskrise ende der 20er-Jahre verschärfte Armut, Arbeitslosigkeit, und Wohnungsnot. Die tiefe Kluft zwischen Arbeitern und Bauern waren für das politische Klima im Ort bis 1934 problematisch. In dieser Zeit erwies sich das Ehepaar Urban, reiche Großindustrielle die schon seit 1917 das Schloss Tribuswinkel besaßen, für den Ort als Wohltäter. Auf ihre Initiative ist unter anderem auch der Bau des Kindergartens im Jahre 1927 zurückzuführen. Im Zweiten Weltkrieg sind 74 Tribuswinkler gefallen, 33 weitere blieben nach dem Krieg vermisst. Als am 3. April 1945 die ersten sowjetischen Truppen Tribuswinkel betraten, hatte ein Großteil der ca. 450 ansässigen Bewohner den Ort bereits verlassen. Die ersten Nachkriegswochen waren geprägt von Chaos, Hunger, Zerstörung, Plünderung und Vergewaltigungen. Im Schloss Tribuswinkel war ein Quartier der sowjetischen Besatzung und deren Filmzensurstelle eingerichtet. Schon eine Woche nach der Besetzung, wurde am 10. April 1945 mit Zustimmung des sowjetischen Ortskommandanten eine provisorische Gemeindevertretung mit dem Bürgermeister Karl Bartmann eingesetzt. Bald öffneten Schule und Kindergarten, die Bauern bestellten ihre Felder und viele Betriebe nahmen, oft auf recht primitive Art und Weise, die Produktion wieder auf. Rege Bautätigkeit setzte ein, vorhandenen Gebäude wurden renoviert und neue gebaut. Die Anzahl der Häuser aus den Vorkriegsjahren (250) vermehrte sich bis 1961 um ca. zwei Drittel, bis 1971 sogar um mehr als das Doppelte, 1991 gab es bereits 1052 Häuser in Tribuswinkel. Der beachtliche Strukturwandel hält bis heute an. In der Nachkriegszeit (1950 - 1965) nahmen Industrie und Gewerbe stark zu, danach erfuhr der Dienstleistungsbereich eine beachtliche Steigerung und die Schaffung neuer Betriebe und Arbeitsplätze führte zu einem starken Zuzug. Neue Ansiedlungen wie Gartengasse, Feldgasse, Schlosssiedlung, Stumpfbreite und die Erweiterung der Schafflerhof- und Tattendorfer Siedlung entstanden. Heute bietet Tribuswinkel in ca. 130 Betrieben über 1.400 Arbeitsplätze.
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