Die Geschichte Traiskirchens
Historisches aus Traiskirchen
Historisch lag das Siedlungsgebiet im Raum des heutigen Traiskirchens an
einer Ziegelstrasse der Römer, die aus der Gegend des heutigen Guntramsdorf das
Baumaterial nach Baden brachten. Später wurde Traiskirchen vor allem
als Transitstadt am alten Handelsweg nach Süden, der Triesterstrasse, der heutigen
Bundesstrasse B17 bekannt.
Weinberge
und Rieden
Auch der
Weinbau hat in Traiskirchen schon lange Tradition. Zahlreiche Winzer sind im
lokalen Winzerverband organisiert und ernten jedes Jahr hochwertige Reben die
vor allem an den Südhängen des Anningers heranreifen, um diese zu
ausgezeichneten Weinen weiterzuverarbeiten. Das jährliche Weinfest ist ein
Fixpunkt in den ersten beiden Juliwochen jedes Jahres. |
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Kammgarnfabrik /
Stadtmuseum
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die
Kammgarnspinnerei in Möllersdorf eine
der größten Arbeitgeber in Traiskirchen. Sie war eine Dependance der
Vöslauer Kammgarnfabrik. Hier wurden aus Hanf und Flachs
Fäden und Garne gesponnen, die zu vielfältigen Stoffen und hochwertigen Leinen und anderen Produkten weiter verarbeitet
wurden. Heute befinden sich in Teilen der
Räumlichkeiten ein Veranstaltungssaal und das Stadtmuseum Traiskirchen wo auch
immer wieder verschiedene Ausstellungen zum Besuch einladen. |
Semperit /
Continental
In etwa ein Jahrhundert lang war die Semperit (1896
gegründet, 1900 Beginn der Autoreifenproduktion in
Traiskirchen) der wichtigste Arbeitgeber für Stadt und Region. Nach dem
Verkauf des Werkes an den deutschen Konzern Continental wurden die
Entwicklungsressourcen nach Deutschland und ein großer Teil der Produktion
nach Osteuropa ausgelagert. Immer mehr Mitarbeiter schieden aus oder wurden
gekündigt. Derzeit sind noch rund 400 Beschäftigte im Werk tätig. Vor rund
20 Jahren arbeiteten rund zehn Mal so viele Menschen bei Semperit. Für 2005
ist die endgültige Schließung des Standortes vorgesehen. Zwischen 1985 und
2002 konnte Continental aus dem Werk einen Reingewinn von rund 400 Millionen
Euro erzielen.
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Kadettenschule /
Flüchtlingslager
Die noch in der Kaiserzeit 1903 als k.u.k. Artilleriekadettenschule
erbaute und in Betrieb genomme Anlage diente im Zweiten
Weltkrieg als Erziehungsanstalt für Knaben
und in den Nachkriegsjahren als Lazarett und Kaserne der russischen Besatzungsmacht.
Seit 1956 wird das Gelände als weit über die Stadtgrenzen bekanntes Flüchtlingslager,
das heute offiziell Erstaufnahmestelle genannt wird und ist für viele
politische und wirtschaftlich motivierten Flüchtlinge die erste Unterkunft in
Österreich.
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Flüchtlingslager
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